Programme

Aktuelles Programm

Die Abenteuer des Don Quichotte

Er ist einer der grossen tragikomischen Helden der Weltliteratur und seine Abenteuer sind längst sprichwörtlich geworden: Don Quichotte.
Der Ritter von der traurigen Gestalt ist eine Figur, die uns als Menschen des 21. Jahrhunderts nach wie vor den Spiegel vorhält. In seinem hartnäckigen Festhalten an Idealen und angeblichen Traditionen und im Scheitern ist Don Quichotte geradezu ein Prototyp der menschlichen Existenz.

Der deutsche Komponist Georg Philipp Telemann hat eine Suite komponiert, in der er Ereignisse aus Cervantes’ Roman musikalisch verarbeitet. Wir nehmen diese Suite als Gerüst unseres Konzertprogramms, und füllen sie mit weiteren Stücken anderer barocker Komponisten wie Couperin, Rameau, Geminiani und Vivaldi in der Manier eines barocken Pasticcios.
So entsteht ein buntes, vielfältiges Programm, das durch die verschiedenen Abenteuer des Quichotte führt.

Jonas Krebs, Leonie Flaksman, Violinen / Dominik Klauser, Viola / Salome Ryser, Cello / Lukas Stamm, Cembalo

Daten

  • Freitag, 28. 5. 2021, 19.30: TBD
  • Samstag, 29. 5. 2021, 19.30: Zürich, Wasserkirche
  • Sonntag, 30. 5. 2021, 17.00: Schaffhausen, Sorell Hotel Rüden

Nächstes Programm

aus der tiefe

Krisenerfahrungen haben immer auch ihre Spuren in der Kunst hinterlassen. Zahllose Kunstwerke, Gedichte, Musikstücke und Bilder sind nach Ereignissen entstanden, die Menschen dazu gebracht haben, sich nach einschneidenden Erfahrungen mit ihrer Existenz auseinander zu setzen. Trauer und Trost sind dort zu spüren. Der fast dreitausend Jahre alte Text des biblischen Psalms 130 ist so ein Text, der Ängste und Hoffnungen eines Menschen beschreibt, der sich an einem Tiefpunkt seines Lebens befindet.

Die Barockzeit, insbesondere das 17. Jahrhundert in Deutschland, waren reich an Krisenerfahrungen. Nach dem dreissigjährigen Krieg folgten weitere Kriege, Epidemien und Naturkatastrophen. Es überrascht nicht, dass es also zahlreiche Vertonungen dieses Psalms gibt. Die vielleicht bekannteste stammt von Johann Sebastian Bach, der mit gerade einmal 22 Jahren diesen Text zur Grundlage einer Kantate gemacht hat. Es ist ein frühes Meisterwerk, das gewissermassen einen Endpunkt in der Entwicklung der deutschen Kantate darstellt und die Form des 17. Jahrhunderts, noch ohne italienische Einflüsse von Arien und Rezitativen zur Vollendung bringt.
Um dieses Werk herum gruppieren wir zwei Solokantaten, denen derselbe Text zugrunde liegt. Zum einen eine lateinische Vertonung des norddeutschen Komponisten Nicolaus Bruhns für Bass solo und Streicher, zum anderen eine Kantate des ebenfalls im Norden Deutschlands tätigen Komponisten (und Arzt) Johann Philipp Förtsch für Sopran, Violine und Basso continuo. Ergänzt wird das Programm durch instrumentale Kammermusik aus dieser Zeit, von Reincken und Biber, die das Panorama der Affekte in den Kantaten von Trauer und Schmerz bis zu Hoffnung und Vertrauen vertiefen und erweitern.

Nicolaus Bruhns (1665 – 1697): De Profundis. Kantate für Bass, Streicher und B.c.

Johann Adam Reincken (1643 – 1724): aus Hortus musicus, Sonate 1 a-moll

Johann Philipp Förtsch (1652 – 1732): Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Kantate für Sopran, Violine, Viola und B.c.

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704): Balletti lamentabili a 4

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir, BWV 131

Daten

  • Freitag, 15. 10. 2021, 19.30: Bern, TBD
  • Samstag, 16. 10. 2021, 19.30: Zürich, Wasserkirche
  • Sonntag, 17. 10. 2021, 17.00: Schaffhausen, St. Anna-Kapelle

Bisherige Programme

Giro d’Italia

Unterwegs durch Italien – in diesem Programm wandeln wir auf den Spuren der Nordeuropäer, die wie es vom 16. bis ins 18. Jahrhundert üblich war zum Abschluss ihrer Ausbildungszeit durch Italien zu reisen, um die Schönheiten der italienischen Kultur persönlich kennen zu lernen.
Eine musikalische Reise von Mailand bis Neapel mit Werken von Sammartini, Leonarda, Albinoni, Gabrielli, Vivaldi, Veracini, Corelli und Durante.

Jonas Krebs, Violine / Meret Pellaton, Violine / Dominik Klauser, Viola / Marie-Louise Wundling, Cello / Lukas Stamm, Cembalo

Daten

  • Freitag, 23. 10. 2020, 19.30: Zürich, Volkshaus Blauer Saal
  • Samstag, 24. 10. 2020, 17.15: Einsiedeln, Grosser Saal des Klosters
  • Sonntag, 25.10. 2020, 11.00: Schaffhausen, Sorell Hotel Rüden

Carnevale Veneziano

In unserem Programm „Carnevale Veneziano“ versuchen wir, ins Venedig des ausgehenden 17. Jahrhunderts einzutauchen mit Musik voll tänzerischer Energie und ungebändigter Lebenslust.

Das Programm umfasst Werke venezianischer Komponisten wie Merula, Buonamente, Vitali, Uccellini, Marini und natürlich darf Vivaldi auch nicht fehlen.

Nevena Tochev, Violine / Jonas Krebs, Violine / Miguel Bellas, Theorbe / Jakob Herzog, Cello / Lukas Stamm, Cembalo

Daten

  • Samstag, 22. 2. 2020, 11.00 Schaffhausen, Sorell Hotel Rüden
  • Samstag, 22. 2. 2020, 18.00, Kreuzlingen, Museum Rosenegg
  • Sonntag, 23. 2. 2020, 17.00, Herisau, Museum Herisau

Ich freue mich auf meinen Tod

Eine Annäherung an Leben und Sterben im Deutschland des 18. Jahrhunderts mit Musik von Bach, Bruhns und Buxtehude

Konstantin Paganetti, Bariton
Mei Kamikawa, Oboe / Nevena Tochev, Violine / Jonas Krebs, Violine / Dominik Klauser, Viola / Jakob Valentin Herzog, Cello / Lukas Stamm, Cembalo

Nicolaus Bruhns (1665 – 1697): De profundis
Kantate für Bass, 2 Violinen und Continuo
Dieterich Buxtehude (1637 – 1707): Mein Herz ist bereit
Kantate für Bass, 3 Violinen und Continuo
Nicolaus Bruhns: Mein Herz ist bereit
Kantate für Bass, Solo-Violine und Continuo

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Ich habe genug, BWV 82
Kantate für Bass, Oboe, 2 Violinen, Viola und Continuo

Daten

  • Freitag, 22. 11. 2019, 19.30: Kreuzlingen, Refektorium PMS
  • Sonntag, 24. 11. 2019, 17.00: Schaffhausen, St. Anna-Kapelle